Buddhismus

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Buddhas sind nicht von Anfang an erleuchtet; sie waren gewöhnliche Wesen, die wie wir die Samen von Mitgefühl in sich trugen. Indem sie die richtigen Methoden übten, vergrösserten sie ihr Mitgefühl, bis es sich schliesslich in das Mitgefühl eines Buddha verwandelte.

Buddha Statue
Buddha Statue

Buddhismus

Buddhismus oder Buddhadharma ist Buddhas Lehre und die inneren Erfahrungen oder Realisationen dieser Lehren. Buddha gab vierundachtzigtausend Unterweisungen. Alle diese Unterweisungen und ihre inneren Realisationen bilden den Buddhismus. Buddhismus kann in zwei Teile gegliedert werden: grundlegender Buddhismus und fortgeschrittener Buddhismus.

Buddha lehrte, wie wir unseren Geist untersuchen können, um zu verstehen, welche Geisteszustände Leid und Verwirrung und welche Geisteszustände Gesundheit und Glück hervorbringen. Er lehrte, wie wir zwanghafte, nicht-tugendhafte Geisteszustände, die uns zu Unzufriedenheit und Leid führen, überwinden und wie wir Geisteszustände kultivieren können, die uns von Leiden befreien und uns zur Glückseligkeit der vollen Erleuchtung führen.

Wer war Buddha

Im Allgemeinen bedeutet „Buddha“ „der Erwachte“, jemand, der aus dem Schlaf der Unwissenheit erwacht ist und die Dinge so sieht, wie sie wirklich sind. Ein Buddha ist eine von allen Fehlern und geistigen Behinderungen völlig befreite Person. Es gibt viele Menschen, die in der Vergangenheit Buddhas geworden sind, und viele Menschen werden in der Zukunft Buddhas werden. Der Buddha, der die buddhistische Religion gegründet hat, heisst Buddha Shakyamuni. «Shakya» ist der Name der königlichen Familie, in die er geboren wurde; «muni» bedeutet «der Fähige».

 

Buddhas lebensgeschichte

Buddha Shakyamuni wurde als königlicher Prinz 624. v. Chr. an einem Ort namens Lumbini geboren, der ursprünglich im Norden Indiens lag, heute aber zu Nepal gehört. Der Name seiner Mutter war Königin Mayadevi und der seines Vaters König Shuddhodana.

Eines Nachts träumte Königin Mayadevi, dass ein weisser Elefant vom Himmel herabstieg und in ihren Schoss eintrat. Der Weisse Elefant, der in ihren Schoss eingetreten war, war ein Zeichen dafür, dass sie in eben dieser Nacht ein Kind empfangen hatte, das ein reines und mächtiges Wesen war.

Dass der Elefant vom Himmel herabgestiegen war, bedeutete, dass das Kind vom Tushita-Himmel kam, dem Reinen Land Buddha Maitreyas. Als die Königin das Kind später gebar, hatte sie anstelle von Schmerzen eine besondere, reine Vision, in welcher sie stehend mit der rechten Hand den Ast eines Baumes hielt, während die Götter Brahma und Indra das Kind schmerzlos aus ihrer Seite nahmen. Anschliessend ehrten sie das Kind, indem sie ihm rituelle Waschungen darbrachten. Als der König das Kind sah, überkam ihn ein Gefühl, als ob alle seine Wünsche in Erfüllung gegangen wären, und er nannte den jungen Prinzen „Siddharta“. Dann lud er einen brahmanischen Seher ein, der Vorhersagen über die Zukunft des Prinzen machen sollte. Der Seher untersuchte das Kind mit seiner Hellsicht und sagte zum König: „Es gibt Zeichen, dass der Knabe entweder ein Chakravartin-König, ein Herrscher über die gesamte Welt, oder ein voll erleuchteter Buddha wird. Da jedoch die Zeit der Chakravartin-Könige vorüber ist, ist es sicher, dass er ein Buddha wird und dass sein wohltuender Einfluss die tausend Millionen Welten durchdringen wird wie die Strahlen der Sonne.“

Als der junge Prinz heranwuchs, meisterte er alle traditionellen Künste und Wissenschaften ohne Unterweisungen zu benötigen. Er beherrschte vierundsechzig Sprachen und das jeweils dazu gehörige Alpabet, und auch in der Mathematik war er sehr gewandt. Er teilte seinem Vater einmal, er könne alle Atome der Welt im Zeitraum eines Atemzuges zählen.

Obwohl er nicht zu lernen brauchte, tat er es seinem Vater zuliebe und um anderen von Nutzen zu sein. Dem Wunsch seines Vaters folgend, besuchte er eine Schule, in der er ausser dem Studium verschiedener akademischer Fächer auch Gewandheit im Sport, wie den Kampfkünsten und dem Bogenschiessen, erlangte. Der Prinz gab bei jeder sich bietenden Gelegenheit spirituelle Gedanken weiter und ermutigte andere, spirituelle Pfade einzuschlagen. Als er einmal an einem Wettkampf der Bogenschütze teilnahm, rief er aus: «Mit dem Bogen der meditativen Konzentration werde ich den Pfeil der Weisheit abschiessen und den Tiger der Unwissenheit in den Lebewesen töten». Darauf liess er den Pfeil losschnellen, der geradewegs fünf eiserne Tiger und sieben Bäume durchbohrte, bevor er in der Erde verschwand! Tausende von Menschen entwickelten aufgrund solcher Demonstartionen Vertrauen in den Prinzen.

Gelegentlich begab sich Prinz Siddhartha in die Hauptstadt des Königreiches seines Vaters, um zu sehen, wie die Menschen lebten. Während dieser Besuche begegnete er vielen alten und kranken Menschen, un einmal sah er eine Leiche. Diese Begegnungen hinterliessen einen tiefen Eindruck in seinem Geist und führten ihn zur Einsicht, dass alle Lebewesen, ohne Ausnahme, die Leiden von Geburt, Altern, Krankheit und Tod erfahren müssen. Weil er die Gesetze der Reinkarnation verstand, erkannte er auch, dass sie diese Leiden nicht nur einmal, sondern immer wieder in einem Leben nach dem anderen endlos erfahren müssen. Da er sah, dass alle Lebewesen in diesem schrecklichen Kreislauf des Leidens gefangen sind, empfand er tiefes Mitgefühl für sie und entwickelte den aufrichtigen Wunsch, sie alle von ihrem Leiden zu befreien. Er erkannte, dass nur ein voll erleuchteter Buddha  die Weisheit und die Kraft hat, allen Lebewesen zu helfen. Er entschloss sich, den Palast zu verlassen und sich in die Einsamkeit des Waldes zurückzuziehen, um dort bis zur Erlangung der Erleuchtung in tiefer Meditation zu verweilen.

Buddha Statue

wöchentliche

buddhistische Vorträge

Jeden Mittwoch findet im KMC Schweiz buddhistische Vorträge mit geführten Meditationen statt. Geleitet werden diese Abende von der Zentrumslehrerin und erfahrenen buddhistischen Nonne Gen Kelsang Devi. Diese Vortrags und Meditationsabenden behandeln jede Woche ein neues Thema aus der buddhistischen Philosophie und schenken inspiriernde Einsichten wie man Schwierigkeiten in einem positiven und konstruktiven Licht sehen kann.

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Glück und Leiden sind Geisteszustände und ihre Hauptursachen liegen nicht außerhalb des Geistes. Wenn wir wirklich glücklich und frei von Leiden sein wollen, müssen wir lernen, unseren Geist zu kontrollieren."
— Geshe Kelsang Gyatso Rinpoche
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